Workflow
1
DAG im Golem Builder aufbauen, Exposition & Outcome markieren → → G-Comp Builder klicken. Formel, Adj.-Set und DAG-Struktur werden automatisch übernommen.
2
Formel prüfen und ggf. anpassen. Optionale Variablen (aus dem DAG: kann kontrolliert werden) per Klick hinzufügen. Random Effects und Modell-Typ eintragen.
3
Modell in R fitten: fit <- brm(Formel, data = dat, family = ...)
4
R-Code aus dem Ausgabefeld kopieren und in R ausführen. Code aktualisiert sich live bei jeder Änderung.
Validierung
  • Exposition und Outcome eingeben oder aus Golem Builder importieren.
G-Comp Builder — Hilfe
Was ist G-Computation?

G-Computation (kausale Standardisierung) schätzt, was im Durchschnitt passieren würde, wenn wir alle Personen auf einen bestimmten Expositionswert setzen — im Gegensatz zu "welche Personen hatten diesen Wert tatsächlich".

marginaleffects-Schlüsselkonzept: variables=list(X=val) setzt X für jede Beobachtung auf val und mittelt über alle Confounder-Verteilungen. Das ist echte Marginalisierung — kein "typical person".
Binäre Exposition — Estimanden
ATE ≠ ATT ≠ ATU bei Effekt-Heterogenität. Bei randomisierten Daten ohne Interaktionen sind sie gleich.
Metrische Exposition — AME & ate_k
AME und ate_k sind konzeptuell verschieden: AME ist ein Slope (pro Einheit), ate_k ist ein Gesamtkontrast (von–bis). Beide sind kausale Effekte wenn Confounding kontrolliert ist.
ate_k — Kontrast-Strings in marginaleffects
ATT/ATU-Analogon (metrisch)

Für metrische Expositionen gibt es kein natürliches "Behandelt/Unbehandelt". Das Analogon teilt die Population künstlich an einem Cutoff (Standard: Median):

Nützlich um zu prüfen, ob der Effekt für bereits stark Exponierte anders ist als für wenig Exponierte — Effekt-Heterogenität auf der Expositionsachse.
Dosis-Wirkungs-Kurve

Schätzt E[Y | do(X=x)] für 100 Werte von min bis max. Jeder Punkt ist ein echter G-Computation-Schätzer: die gesamte Population wird "auf X=x gesetzt" und der marginale Mittelwert berechnet.

ICE — Individuelle kausale Effekte

Individuelle Counterfactual Effects: τ̂ᵢ = Ŷᵢ(x_hi) − Ŷᵢ(x_lo). Zeigt Heterogenität im kausalen Effekt über Personen. Sortierung nach Ŷᵢ(x_lo) — gleiche Zeile = gleiche Person in beiden Plots.

Workflow
  1. DAG im Golem Builder → Export in G-Comp Builder
  2. Formel prüfen, Modell in R fitten
  3. Code kopieren, Estimanden berechnen
  4. MCMC-Draws exportieren → Decision Maker
Nur Variablen aus dem Adj.-Set sind Pflicht in der Formel. Precisions-Kovariaten (Ursache von Y, nicht von X) können sicher hinzugefügt werden — sie verringern die Varianz ohne Bias einzuführen.