Decision Maker
Echte Posterior Draws (brms Β· Stan Β· rstanarm) analysieren β€” HDI Β· ETI Β· ROPE Β· Transformationen Β· Ableitungen Β· bayestestR Β· APA-Export
Β© Dr. Rainer DΓΌsing Β· Interactive Tools by Claude
Hilfe
β‘  Posterior Draws importieren
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CSV-Datei ablegen oder klicken
Spalten = Parameter, Zeilen = Draws (z.B. as_draws_df() Output)
VerfΓΌgbare Spalten (klicken zum Kopieren)
β–Έ R-Code: Draws exportieren (brms Β· G-Computation) β–Ά
# ── 1 Β· Standard: Parameter-Draws aus brms ────────────────────────────────── # Geeignet fΓΌr lineare Modelle (Gaussian family, Identity-Link). library(brms) draws <- as_draws_df(fit) # alle Parameter als data.frame draws_clean <- dplyr::select(draws, starts_with("b_"), sigma) # nur relevante Spalten β€” anpassen! write.csv(draws_clean, "draws.csv", row.names = FALSE) # Stan: posterior::as_draws_df(fit$draws()) # rstanarm: as.data.frame(fit) # ── 2 Β· G-Computation-Draws aus brms (ATE) ────────────────────────────────── # Verwende diese Option wenn dein Modell einen GLM-Link nutzt (Logit, Log etc.). # Rohe Ξ²-Draws liegen dann auf der Link-Skala β€” inhaltlich oft falsch. # G-Computation-Draws liegen immer auf der Response-Skala (z. B. Prozentpunkte). # Hinweis: Dieser Code schΓ€tzt nur den ATE (gesamte Population). # FΓΌr ATT oder ATU: siehe Causal Calculator β†’ Abschnitt 5 & 6. library(marginaleffects) comp <- avg_comparisons(fit_gc, variables = "A") # ATE: gesamte Population comp # Zusammenfassung: Median + 95% CI # posteriordraws() extrahiert die Draw-Verteilung direkt aus comp: ate_post <- posteriordraws(comp)$draw # ⚠ Rohe Parameter-Draws (z. B. Ξ²_A) NICHT verwenden: bei GLMs oder # Interaktionen liegen diese auf der falschen Skala. Nur G-Computation-Draws # (aus posteriordraws(avg_comparisons(...))) sind inhaltlich korrekt. write.csv( data.frame(draw = ate_post), "ate_draws.csv", row.names = FALSE ) # Dann hier hochladen β€” die Spalte heißt "draw".
β‘‘ Analysevariablen definieren
β‘’ Einstellungen
Credible Interval (CrI)
95% β€” Kruschkes Standard, weit verbreitet in Publikationen
Intervall anzeigen (Plot)
HDI = kΓΌrzestes Intervall. Besonders aussagekrΓ€ftig bei schiefen Posteriors.
Entscheidungsregel (ROPE-Logik)
Kruschke: HDI vollstΓ€ndig außerhalb β†’ Effekt; vollstΓ€ndig innen β†’ Null.
Zuerst eine CSV laden und mindestens eine Variable definieren
Hintergrundwissen
Warum Posterior Draws?
Statt ParameterschΓ€tzungen zusammenzufassen, enthΓ€lt der Posterior die vollstΓ€ndige Unsicherheit. Jeder Draw ist ein plausibler Parameterwert β€” aus dem Gesamtbild lassen sich HDI, ROPE und jede erdenkliche Transformation berechnen, ohne Normal-Annahme.
HDI vs. ETI
Das HDI (Highest Density Interval) ist das kΓΌrzeste Intervall mit X% der Masse β€” ideal bei schiefen Posteriors. Das ETI (Equal-Tailed Interval) basiert auf Quantilen und ist invariant unter monotonen Transformationen. Bei symmetrischen Posteriors sind beide identisch.
ROPE & SESOI
Die Region of Practical Equivalence (ROPE) definiert einen Bereich um die Null, der praktisch bedeutungslos wΓ€re. Er entspricht dem Smallest Effect Size of Interest (SESOI). Lakens (2018) empfiehlt: bei standardisierten Effekten ROPE = [βˆ’0.1, 0.1] als Ausgangspunkt.
Kruschke-Entscheidung
Kruschkes trichotome Logik: Liegt das HDI vollstΓ€ndig außerhalb der ROPE β†’ Effekt vorhanden. Liegt es vollstΓ€ndig innerhalb β†’ praktisch null. Sonst β†’ Urteil zurΓΌckhalten. Dieses Vorgehen vermeidet binΓ€re p-Wert-Logik und quantifiziert Unsicherheit explizit.
Transformationen & Link-Funktionen
Bei Modellen mit Log-Link (Poisson, Gamma) oder Logit-Link (Binomial) liegen Koeffizienten nicht auf der Originalskala. exp(b) ergibt Rate/Odds Ratios, plogis(b) Wahrscheinlichkeiten. Entscheidungen immer auf der inhaltlich sinnvollen Skala treffen.
Abgeleitete Grâßen (Cohen's d)
Der Vorteil echter Draws: beliebige Grâßen berechenbar. Cohen's d als b_treatment / sigma propagiert Unsicherheit ΓΌber beide Parameter. Das ergebende HDI ist ein vollstΓ€ndig Bayesianisches Konfidenzband fΓΌr den standardisierten Effekt β€” kein Standardfehler-Delta nΓΆtig.