MCMC Visualizer
Metropolis-Hastings Β· 3 Stufen Β· Trace Plots Β· 2D-Posterior Β· Konvergenz
Β© Dr. Rainer DΓΌsing Β· Interactive Tools by Claude
Wie findet der Computer den Posterior?  Β·  MCMC beprobt statt vollstΓ€ndig zu berechnen β€” der Wanderer im Nebel
Start
WΓ€hle eine Stufe oben und klicke β–Ά Starten oder β†’ Ein Schritt.
Letzter Schritt
Position aktuellβ€”
Vorschlagβ€”
P(Vorschlag)β€”
P(Aktuell)β€”
VerhΓ€ltnis Ξ±β€”
Zufallszahl uβ€”
Noch kein Schritt.
Akzeptanzrate
0 % Gut: 20–50 %
Schrittweite anpassen, um Exploration zu optimieren.
Legende
● Warmup (verworfen)
● Sampling (aufgezeichnet)
β—‹ Vorschlag angenommen
β—‹ Vorschlag abgelehnt
- - Sprungverteilung N(ΞΈ, s)
HistogrammAnnΓ€herung an Posterior
Trace β€” ΞΈ ΓΌber SchritteGut: Β«RaupeΒ»
Schrittweite s 0.80
Warmup 150
Tempo 30/s
Schritte: 0
Phase: β€”
Position: β€”
Samples: 0
Akzeptanzrate: β€”
Schrittweite s β€” was wirklich passiert
Die Schrittweite s bestimmt, wie weit der Wanderer bei jedem Schritt springen kann.

s sehr klein: Fast jeder Vorschlag liegt dicht am aktuellen Ort β€” wird fast immer akzeptiert. Aber: Der Wanderer trippelt nur, erkundet kaum. Selbst bei 90% Akzeptanz kann die Exploration schlecht sein.

s sehr groß: VorschlΓ€ge landen weit weg, oft in sehr flachen Bereichen β€” werden oft abgelehnt. Der Wanderer steht hΓ€ufig still.

Die optimale Schrittweite ist diejenige, die gute Exploration bei vernΓΌnftiger Akzeptanzrate ergibt. Als Richtwert gilt 20–50 % β€” aber entscheidend ist der Trace Plot, nicht die Rate allein. brms passt s automatisch im Warmup an (adaptive sampling).
Warmup, Trace Plot & Konvergenz
Warmup (burn-in): Die Kette startet irgendwo und braucht Zeit, um in den hochwahrscheinlichen Bereich zu finden. Diese ersten Schritte werden verworfen β€” sie reprΓ€sentieren den Posterior noch nicht.

Trace Plot lesen: Eine konvergierte Kette sieht aus wie eine Β«flauschige RaupeΒ» β€” zufΓ€llig springend um ein stabiles Niveau. Sichtbarer AufwΓ€rtstrend oder lange Plateaus β†’ Warmup nicht lang genug oder s nicht optimal.

RΜ‚ (Gelman-Rubin): In brms laufen mehrere Ketten parallel. Wenn alle dieselbe Verteilung erkunden, konvergieren sie. RΜ‚ < 1.01 = gut. Divergenzen β†’ oft ein Hinweis auf schlecht gewΓ€hlte Priors oder schwierige Posterior-Geometrie β€” dann hilft adapt_delta erhΓΆhen.
β–Έ Metropolis-Hastings β€” die Mathematik
An jedem Schritt gelten drei Regeln:

1. Vorschlag: Neuer Wert ΞΈ* = ΞΈ + Ξ΅, Ξ΅ ~ Normal(0, s).

2. VerhΓ€ltnis: Ξ± = P(ΞΈ*|Daten) / P(ΞΈ|Daten). Wie viel plausibler ist der Vorschlag?

3. Entscheidung: Ξ± β‰₯ 1 β†’ immer annehmen. Ξ± < 1 β†’ mit Wahrscheinlichkeit Ξ± annehmen.

Der Trick: Nur VerhΓ€ltnisse werden gebraucht β€” die unlΓΆsbare Normierungskonstante kΓΌrzt sich heraus.

Warum konvergiert das? Die Übergangsregel erfüllt detailed balance: bei unendlich vielen Schritten entspricht die BesuchshÀufigkeit exakt der Posterior-Verteilung. Mathematisch beweisbar.
β„Ή MCMC Visualizer β€” Hilfe
Was lerne ich hier?
Bayesianische Inferenz erfordert den Posterior P(ΞΈ|Daten) β€” eine Verteilung ΓΌber alle plausiblen Parameterwerte. Da der Nenner des Bayes-Theorems ein unlΓΆsbares Integral enthΓ€lt, wird der Posterior durch Markov Chain Monte Carlo (MCMC) beprobt statt berechnet. Dieses Tool zeigt Schritt fΓΌr Schritt, wie der Metropolis-Hastings-Algorithmus dabei vorgeht.
Empfohlene Erkundung
Die wichtigsten Anzeigen
Hauptplot: Posterior-Landschaft + Pfad des Wanderers

Inspector: Letzter Schritt im Detail β€” VerhΓ€ltnis Ξ± = P(Vorschlag)/P(Aktuell); wenn Ξ± β‰₯ u β†’ Annahme

Akzeptanzrate: GrΓΌner Bereich (20–50 %) = optimale Schrittweite

Histogramm + Trace: Entstehende Posterior-Approximation und Verlauf ΓΌber alle Schritte β€” ein Β«RaupenΒ»-Trace signalisiert gute Konvergenz

Narrative-Banner: ErklΓ€rt jeden Schritt in Worten β€” ideal zum schrittweisen Lernen