Zu vage (z.B. Uniform): du machst keine Annahmen, aber der Sampler muss riesige RΓ€ume erkunden β langsam, oft divergent.
Zu eng: du behinderst das Lernen aus den Daten. Der Posterior β Prior, unabhΓ€ngig von den Daten.
Weakly informative β der goldene Mittelweg: schlieΓt grob unmΓΆgliche Werte aus, lΓ€sst aber viel Lernraum.
Positive Parameter (Ο, Ο, Ξ»): ExponentialHalf-NormalHalf-tGammaLog-Normal
Proportionen / Wahrscheinlichkeiten: Beta
Korrelationsmatrizen: LKJ
Faustregel: Student-t(3,0,Ο) als robuste Alternative zu Normal, da schwerere RΓ€nder AusreiΓer im Prior tolerieren.
Β· Intercept Ξ±: Normal(0, 2.5)
Β· Slope Ξ²: Normal(0, 1)
Β· Streuung Ο: Exponential(1) oder Half-Normal(0,1)
FΓΌr Rohskalen muss man skalieren:
Ο_prior β 2β3 Γ SD(y) / SD(x)
Beispiel Reaktionszeiten (MWβ400ms, SDβ80ms):
Ξ±: Normal(400, 100), Ξ² pro SD(x): Normal(0, 160)
Ο als Normal(0,x) in brms: Das ist korrekt β brms wendet automatisch lb=0 an (truncation). Keine Sonderbehandlung nΓΆtig, kein
half_normal().Ξ½ fΓΌr Student-t zu klein: Ξ½=1 entspricht Cauchy (kein E[x]), Ξ½=2 hat keine endliche Varianz. Empfohlen: Ξ½ β₯ 3, typisch 3β7 fΓΌr robust.
Beta-Prior fΓΌr Wahrscheinlichkeiten vergessen: zi, zoi, coi-Parameter in brms sind auf [0,1] β Beta(1,1) ist Uniform, Beta(2,8) sagt: meist wenig Zero-Inflation.
| Verteilung | brms-Syntax | E[Ο] | Schwere RΓ€nder | Wann? |
|---|---|---|---|---|
| Exponential(1) | exponential(1) | 1.0 | β | brms-Standard; schwach informativ |
| Half-Normal(1) | normal(0,1) | 0.80 | β | Wenn Ο < 2 erwartet |
| Half-Student-t(3,0,1) | student_t(3,0,1) | ~0.90 | β | Kompromiss; gute Default-Wahl |
| Half-Cauchy(1) | cauchy(0,1) | β | ββ | Sehr vage; hohe Ο-Werte mΓΆglich |
| Gamma(2, 0.1) | gamma(2,0.1) | 20 | β | brms-Standard fΓΌr Ξ½ in Student-t |